Kalender

DateRHEIM vs AUSWÄRTS-
10/05 20:00 - [7] TOR Blue Jays - Spiel 2 vs BAL Orioles - Spiel 2 [14] 1-0
10/05 20:00 - [19] LA Angels vs OAK Athletics [29] 0-1
10/05 20:05 - [5] NY Yankees vs TEX Rangers [24] 2-4
10/05 20:05 - [6] STL Cardinals vs PIT Pirates [28] 3-5
10/05 20:10 - [16] SF Giants vs SD Padres [9] 3-1
10/05 20:10 - [17] MIN Twins vs CHI White Sox [15] 10-0
10/05 20:10 - [12] TB Rays vs BOS Red Sox [17] 2-3
10/05 20:10 - [25] DET Tigers vs SEA Mariners [9] 3-2
10/05 20:10 - [19] ARI Diamondbacks vs MIL Brewers [12] 1-1
10/05 20:10 - [11] PHI Phillies vs HOU Astros [2] 0-2
10/05 20:10 - [26] KC Royals vs CLE Guardians [7] 2-6
10/05 20:10 - [19] CHI Cubs vs CIN Reds [27] 3-2

Resultate

Date R HEIM vs AUSWÄRTS -
10/05 20:10 - [30] WAS Nationals vs NY Mets [4] 0-0
10/05 16:35 - [7] TOR Blue Jays - Spiel 1 vs BAL Orioles - Spiel 1 [14] 4-5
10/05 02:10 - [5] COL Rockies vs LA Dodgers [1] 5-2
10/05 01:40 - [4] DET Tigers - Spiel 2 vs SEA Mariners - Spiel 2 [2] 6-9
10/05 01:40 - [15] SF Giants vs SD Padres [9] 2-6
10/05 01:40 - [19] LA Angels vs OAK Athletics [29] 1-2
10/05 00:10 - [17] MIN Twins vs CHI White Sox [15] 3-8
10/05 00:10 - [11] PHI Phillies vs HOU Astros [2] 0-10
10/05 00:05 - [4] NY Yankees - Spiel 2 vs TEX Rangers - Spiel 2 [25] 2-3
10/04 23:40 - [30] WAS Nationals - Spiel 2 vs NY Mets - Spiel 2 [4] 0-8
10/04 23:40 - [19] ARI Diamondbacks vs MIL Brewers [13] 0-3
10/04 23:10 - [12] TB Rays vs BOS Red Sox [18] 0-6

Wikipedia - Major League Baseball

Die Major League Baseball (MLB) ist der Baseball-Verband, der den Spielbetrieb der beiden nordamerikanischen Baseball-Profiligen organisiert – der National League und der American League. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich die Bezeichnung der MLB als zusammengehöriger Liga etabliert, obwohl es sich bei der National League und der American League um zwei eigenständige Ligen handelt. In diesem Sinne gehört die MLB neben der NFL, der NBA und der NHL zu den sogenannten Big 4, den vier beliebtesten professionellen Sportligen in den Vereinigten Staaten. Gemessen an der Gesamt-Besucherzahl ist die MLB die meistbesuchte Sportliga der Welt mit konstant um die 70 Millionen Zuschauern pro Saison, bei mehr als 2.400 Spielen pro Season. Die Anzahl der Spiele ist nicht konstant, da zu den Regular-Season-Spielen die Postseasonspiele noch hinzukommen, deren Anzahl aufgrund des Play-Off-Charakters variieren kann. Je nach Runde / Serie in der Postseason wird dabei nach den Modi Best-of-Three in der MLB Wild Card round, Best-of-Five-Serie in den MLB Division Series bzw. Best-of-Seven in den Championship Series und in der World Series gespielt.

History

Gründungsjahre

In den 1860er Jahren entwickelte sich der Baseballsport, der zuvor hauptsächlich in New York populär gewesen war, zu einem nationalen Phänomen in den USA. Ausschlaggebend hierfür waren Soldaten, die das Spiel während des Amerikanischen Bürgerkriegs in Militärcamps spielten und damit für eine größere Verbreitung des Sports sorgten. Im Jahr 1857 wurde der erste amerikanische Baseballverband, die National Association of Base Ball Players (NABBP), gegründet. Bis zum Jahr 1867 schlossen sich mehr als 400 Clubs dem Verband an. Die stärksten Teams waren jedoch nach wie vor im Nordosten der Vereinigten Staaten, insbesondere in New York, angesiedelt. Die 1871 gegründete Nachfolgeorganisation der NABBP, die National Association of Professional Base Ball Players (NAPBBP) – auch bekannt unter dem Namen National Association (NA) – gilt als erste professionelle Baseballliga der Welt. Zwei Jahre zuvor, im Mai 1869, war mit den Cincinnati Red Stockings zum ersten Mal ein Baseballteam angetreten, das ausschließlich aus bezahlten Spielern bestand, und deshalb als erstes professionelles Baseballteam bezeichnet wird. Auch die heutigen Chicago Cubs und Atlanta Braves Franchises datieren ihre Geschichte auf die NAPBBP in den 1870er Jahren zurück.

Im Jahr 1876 wurde die NAPBBP durch die National League of Professional Base Ball Clubs (später bekannt als National League) ersetzt. Zum ersten Mal konnten Vereine nun Verträge mit Spielern aushandeln, um sie daran zu hindern, zu besser bezahlenden Teams zu wechseln. Zudem wurden die Teams nun angehalten, alle Spiele der Saison auszuspielen, anstatt auszusteigen, sobald sie nicht mehr im Meisterschaftsrennen waren, was in der National Association regelmäßig vorgekommen war. Es wurde der gemeinsame Versuch unternommen, Wetten auf den Spielausgang zu unterbinden, da dadurch die Glaubhaftigkeit der Ergebnisse häufig zweifelhaft war. Das erste Spiel der National League zwischen den Philadelphia Athletics und Boston am 22. April 1876 im Stadion Jefferson Street Grounds in Philadelphia wird häufig als Beginn der modernen MLB bezeichnet.

Die frühen Jahre der National League waren äußerst turbulent. Aufstände von Spielern gegen die reserve clause, die ihnen den freien Wechsel zwischen den Teams verwehrte, und die Bedrohung durch neu formierte Konkurrenzligen prägten den Alltag in der Liga. Die erfolgreichste Konkurrenzliga war die American Association, die auch als „beer and whiskey league“ bekannt war, da sie den Ausschank von alkoholischen Getränken an Zuschauer erlaubte. Einige Jahre lang trafen die jeweiligen Meister der National League und der American Association in einer Meisterschaftsserie aufeinander – ein früher Vorgänger der World Series. Die American Association wurde im Jahr 1892 mit der National League zu einer gemeinsamen Liga mit 12 Teams verschmolzen. Doch die neu formierte National League verlor in der Saison 1899 vier Teams und so wurde im Jahr 1901 die bis heute existierende American League gegründet. Die ersten Jahren der Koexistenz beider Ligen waren von rechtlichen Streitigkeiten und einem regelrechten Bieterkrieg um die wertvollsten Spieler geprägt.

Dead-Ball-Ära

Die Phase von 1900 bis 1919 wird weithin als Dead-Ball-Ära bezeichnet. Die Bezeichnung bezieht sich darauf, dass Spiele in diesem Zeitraum in der Regel niedrige Spielstände aufwiesen und von Pitchern wie Walter Johnson, Cy Young, Christy Mathewson, Mordecai Brown und Pete Alexander dominiert wurden. Weil die Bälle damals aus amerikanischem Garn, und nicht wie heutzutage aus australischem, hergestellt wurden und noch nicht so straff gewickelt werden konnten, legten sie im Durchschnitt deutlich geringere Flugdistanzen zurück. Da der Preis von drei Dollar pro Baseball zu dieser Zeit als sehr hoch galt und die Eigentümer der Teams deshalb nur sehr widerwillig neue Bälle kauften, wurde häufig mit ihnen gespielt, bis sie völlig ausgefranst waren. Zuschauer wurden dazu angehalten, Foulbälle und Home Runs (die nur sehr selten vorkamen) zurückzuwerfen, damit sie weiter verwendet werden konnten. Häufig wurden die Bälle mit den unterschiedlichsten Substanzen manipuliert, um ihre Flugbahn zu beeinflussen (siehe Spitball). Im Jahr 1921 wurden diese Manipulationen verboten. Ein weiterer Grund für die geringe Anzahl an Home Runs war die enorme Größe der damaligen Ballparks. Deshalb wurden hauptsächlich sogenannte „small-ball“-Taktiken wie Singles, Base Stealing, Bunts und die Hit-and-Run-Taktik angewandt. Auch Schlagmethoden wie der sogenannte „Baltimore Chop“, bei dem der Ball mit Absicht hart auf den Boden geschlagen wurde, sodass er möglichst hoch in die Luft flog und der Batter währenddessen die erste Base erreichen konnte, kamen zum Einsatz.

Nach der World Series 1919 zwischen den Chicago White Sox und den Cincinnati Reds wurde die Baseballwelt von einem Bestechungsskandal erschüttert, der als Black Sox Scandal bekannt wurde. Acht Spieler der Chicago White Sox – „Shoeless“ Joe Jackson, Eddie Cicotte, Claude „Lefty“ Williams, Buck Weaver, Chick Gandil, Fred McMullin, Swede Risberg und Oscar „Happy“ Felsch – verloren die World Series absichtlich im Tausch gegen einen 100.000 US-Dollar teuren Ring (in etwa eine Million in heutigen US-Dollar). Obwohl sie freigesprochen wurden, wurden alle acht Spieler dauerhaft von der MLB ausgeschlossen. Der Vorfall wurde in dem US-amerikanischen Spielfilm Acht Mann und ein Skandal von 1988 mit Charlie Sheen und John Cusack in den Hauptrollen festgehalten.

Steigende Beliebtheit in den 20er und 30er Jahren

In den 20er und 30er Jahren stieg die Beliebtheit des Baseballsports in den USA enorm an. Spieler wie Rogers Hornsby, Tris Speaker und insbesondere Babe Ruth gehören bis heute zu den großen Legenden des Sports. In der Saison 1920 wurde Ray Chapman, ein Spieler der Cleveland Indians, von einem Pitch am Kopf getroffen und starb wenige Stunden später. Er wurde damit der erste Baseballspieler, der an einer Verletzung auf dem Feld starb. Die Tragödie führte dazu, dass sie die National League und die American League darauf einigten, in Zukunft nur noch neue, weiße Bälle zu verwenden und gebrauchte, dreckige Bälle aus dem Spiel zu nehmen, da diese schlechter zu kontrollieren waren. Diese Vereinbarung kann als das Ende der „Dead-Ball-Ära“ bezeichnet werden. Im darauffolgenden Jahr 1921 hatten die New York Yankees ihren ersten Auftritt in der World Series. Bis zum Ende der 1930er Jahre nahmen die Yankees insgesamt 11-mal an der World Series teil und gewannen achtmal den Titel. Der Yankees-Spieler Babe Ruth setzte im Jahr 1927 einen Rekord mit 60 Home Runs in einer Saison. Bis heute gilt Ruth als einer der besten und beliebtesten Baseballspieler aller Zeiten.

Mit dem Beginn der Great Depression im Jahr 1929 kamen auch die Baseballvereine der MLB zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Im Jahr 1932 erzielten nur noch zwei Teams der Liga einen Profit. Die Zuschauerzahlen sanken, auch aufgrund einer neu eingeführten Unterhaltungssteuer von 10 %, die auf die Ticketpreise aufgeschlagen wurde. Die Kader der Mannschaften wurden von 25 auf 23 Spieler verkleinert und selbst die Gehälter der besten Spieler wurden gesenkt. Den Problemen wurden kreative Strategien wie Liveübertragungen im Radio und kostenlosen Tickets für Frauen begegnet, doch die Krise setzte den Teams schwer zu. Dennoch konnten alle Mannschaften aufrechterhalten werden.

Zweiter Weltkrieg

Der Beginn des Zweiten Weltkriegs bedeutete eine drastische Verringerung der Anzahl an professionellen Baseballspielern, da mehr als 500 Spieler der Liga die MLB-Teams verließen, um im Militär zu dienen. Viele von ihnen spielten jedoch weiterhin in Militär-Baseballteams. Die Absenz vieler Profispieler führte dazu, dass vermehrt sehr junge und sehr alte Spieler in den Teams eingesetzt wurden, sowie für den Kriegseinsatz Ausgemusterte. So bekam beispielsweise mit Pete Gray ein einarmiger Outfielder die Chance, in die Profiliga aufzusteigen. Allerdings wurden trotz des Krieges keine afrikanischen Amerikaner in der Liga eingesetzt. Schwarze Spieler, von denen viele im Krieg gedient hatten, blieben auf Einsätze in den Negro Leagues beschränkt.

Verdunkelungsmaßnahmen während des Krieges stellten ein weiteres Problem für Baseballspiele dar, da sie den Einsatz von Flutlicht bei Nachtspielen verhinderten. Dies führte beinahe zu einer Absage der Saison 1942. Am 14. Januar 1942 schrieb der damalige MLB-Commissioner Kenesaw Mountain Landis einen Brief an Präsident Franklin D. Roosevelt und bat ihn um die Möglichkeit der Austragung der MLB-Saison auch während des Krieges. Präsident Roosevelt antwortete daraufhin, er halte es für das beste, die Saison auszutragen, da die Menschen während des Krieges eine Möglichkeit der Erholung bräuchten. Somit konnte das Spring Training im Jahr 1942 mit nur wenigen Unterbrechungen durchgeführt werden. Der Krieg unterbrach die Karrieren einiger Starspieler wie Stan Musial, Bob Feller, Ted Williams und Joe DiMaggio, aber die Baseballteams konnten ihren Betrieb weiter fortsetzen.

Das Ende der Ausgrenzung schwarzer Spieler

Branch Rickey, der damalige Präsident und Manager der Brooklyn Dodgers, machte in der Mitte der 1940er Jahre die ersten Versuche, mit Jackie Robinson einen schwarzen Spieler in die bis dahin ausschließlich weiße Liga zu integrieren. Baseball war davor einer strikten Rassentrennung unterworfen gewesen, wobei schwarze Spieler in den Negro Leagues spielten und von der MLB ausgeschlossen waren. Robinson unterzeichnete den Vertrag für 600 Dollar im Monat und trat in der Saison 1946 den Montreal Royals, einem Farmteam der Dodgers, bei. Dieses Ereignis wurde als The Noble Experiment („das noble Experiment“) bekannt.

Im darauffolgenden Jahr wurde Robinson in die Major League berufen. Am 15. April 1947 machte er sein Debüt im Ebbets Field vor einem Publikum von 26.623 Zuschauern, darunter mehr als 14.000 schwarze Fans. Einige Spieler drohten an zu streiken, sollte Robinson in der Liga bleiben, doch der Präsident der National League Ford Frick und der MLB-Commissioner Happy Chandler verkündeten, dass streikende Spieler suspendiert würden. Robinson bekam jedoch auch Zuspruch von einigen Spielern, darunter seinem Teamkameraden Pee Wee Reese, der sagte: "You can hate a man for many reasons. Color is not one of them." („Man kann einen Mann aus vielen Gründen hassen. Die Hautfarbe gehört nicht dazu.“) In seinem ersten Jahr in der MLB gewann Robinson den Rookie-of-the-Year-Award.

Weniger als drei Monate später wurde Larry Doby der erste Afro-Amerikaner, der in der American League für die Cleveland Indians spielte. Im nächsten Jahr traten eine ganze Reihe weiterer schwarzer Spieler in die MLB ein. Satchel Paige wurde von den Cleveland Indians unter Vertrag genommen und die Brooklyn Dodgers nahmen den Star-Catcher Roy Campanella und den Pitcher und späteren Cy-Young-Award-Gewinner Don Newcombe in ihr Team auf.

Frauen im Baseball

Die MLB hatte den Teams die Aufnahme von Frauen in den Kader im Jahr 1952 verboten, doch dieses Verbot wurde im Jahr 1992 aufgehoben. Bis heute (Stand: 8. Juni 2018) wurde jedoch nie eine Spielerin in einen MLB-Kader aufgenommen.

Expansion und Standortwechsel in den 60er Jahren

Von 1903 bis 1953 bestanden die National League und die American League durchgehend aus jeweils 8 Teams. Die insgesamt 16 Teams verteilten sich auf zehn Städte, darunter New York City mit drei Teams und Boston, Chicago, Philadelphia und St. Louis mit jeweils zwei. St. Louis war die südlichste und westlichste Stadt mit einem Major League Team. 1953 wurden die Boston Braves zu den Milwaukee Braves und 1954 die St. Louis Browns zu den Baltimore Orioles. Im Jahr 1955 wurden aus den Philadelphia Athletics die Kansas City Athletics.

Baseballexperten halten den Eigentümer der Brooklyn Dodgers, Walter O’Malley für den „vielleicht einflussreichsten Eigentümer in der frühen Phase der Baseball-Expansion“. Vor der Saison 1958 leitete er den Umzug der Brooklyn Dodgers nach Los Angeles ein. Der Umzug schlug große Wellen, unter anderem wurde im Time-Magazine darüber berichtet.

O'Malley hatte auch großen Einfluss auf die Entscheidung, mit den New York Giants den Hauptrivalen der Dodgers nach San Francisco zu verlagern. Die Giants litten aufgrund ihres alternden Stadions, des Polo Grounds, bereits unter sinkenden Zuschauerzahlen. Wären die Dodgers als einziges Team nach Kalifornien gezogen, so wäre mit den St. Louis Cardinals das nächstgelegene Team über 2500 Kilometer entfernt gewesen. Der gemeinsame Standortwechsel beider Teams machte die Reise an die Westküste für die Gastmannschaften erst ökonomisch sinnvoll. O'Malley lud den Bürgermeister von San Francisco, George Christopher, nach New York ein, um den Giants-Eigentümer Horace Stoneham zu treffen. Stoneham zog damals in Erwägung, die Giants nach Minnesota zu bringen, aber war nach dem Gespräch davon überzeugt, O'Malleys Umzug an die Westküste zu folgen. Dies war gegen den Wunsch von Ford Frick, dem damaligen MLB-Commissioner. Der Standortwechsel war ein großer ökonomischer Erfolg, sowohl für die beiden Teams als auch für die MLB. Die Dodgers stellten mit ihrem ersten Heimspiel einen neuen Zuschauerrekord für ein MLB-Spiel mit 78.672 Fans auf.

1961 zogen die Washington Senators nach Saint Paul und wurden zu den Minnesota Twins. Zur selben Zeit traten zwei neue Teams der American League bei: die Los Angeles Angels (die nach kurzer Zeit von Downtown Los Angeles nach Anaheim zogen) und ein neues Washington Senators Franchise, welches das vorherige ablöste. In der National League kamen ein Jahr später die Houston Astros und die New York Mets als Expansionsteams hinzu. Die Astros, die in den ersten drei Jahren unter dem Beinamen „Colt .45s“ spielten, wurden das erste MLB-Franchise der ehemaligen Südstaaten seit dem Ende der Louisville Colonels im Jahr 1899 und das erste an der Golfküste gelegene Team. Die Mets entwickelten eine Reputation als Verliererteam, da sie in ihrer ersten Saison 120 Spiele verloren und nur 40 gewinnen konnten und auch in den darauffolgenden Saisons nur wenige Erfolge feiern konnten. In ihrer achten Saison wurden die Mets jedoch das erste der Expansionsteams, das in die Postseason gelangte und sogar einen World-Series-Titel gegen die als klarer Favorit gehandelten Baltimore Orioles gewann.

Im Jahr 1966 wanderte mit dem Umzug der Boston Braves nach Atlanta ein weiteres Team in den Süden. 1968 folgten die Kansas City Athletics mit ihrem Umzug nach Oakland, wodurch sie zu den bis heute bestehenden Oakland Athletics wurden. Im Jahr 1969 wurden in der American League die Seattle Pilots (die nach einer desaströsen Saison zu den Milwaukee Brewers wurden) und die Kansas City Royals gegründet und in die National League wurde das erste kanadische Franchise, die Montreal Expos, sowie die San Diego Padres aufgenommen.

1972 wurden aus den Washington Senators die Texas Rangers. Im Jahr 1977 expandierte die MLB ein weiteres Mal und integrierte ein zweites kanadisches Team, die Toronto Blue Jays, sowie die Seattle Mariners. Danach wurden bis 1992 keine neuen Teams hinzugefügt. Erst im Jahr 1993 folgten die Florida Marlins in Miami und die Colorado Rockies in Denver. 1998 wechselten die Milwaukee Brewers von der American League in die National League und es wurden mit den Arizona Diamondbacks (National League) in Phoenix (Arizona) und den Tampa Bay Devil Rays (American League) in St. Petersburg zwei weitere Teams aufgenommen.

Nachdem über drei Jahrzehnte lang kein Team mehr den Standort gewechselt hatte, zogen die Montreal Expos im Jahr 2005 nach Washington, D.C. und wurden zu den Washington Nationals. Damit verblieben die Toronto Blue Jays als einziges Team in Kanada und die Hauptstadt der Vereinigten Staaten hatte nach 33 Jahren wieder ein eigenes MLB-Team. Montreal ist seitdem die einzige Stadt mit einem ehemaligen MLB-Team, die aktuell kein Franchise beherbergt.

Pitcherdominanz und neue Regeln in den 70er Jahren

Gegen Ende der 1960er Jahre entwickelte sich die Balance zwischen Pitchern und Battern zunehmend in Richtung der Pitcher. Im Jahr 1968, das im Nachhinein als „Jahr der Pitcher“ bezeichnet wurde, gewann Carl Yastrzemski von den Boston Red Sox mit einem Batting Average von nur .301 – dem niedrigsten in der Geschichte der Major League Baseball – den Titel des Batting Leaders. Der Detroit-Tigers-Pitcher Denny McLain gewann 31 Spiele, womit er der erste Pitcher seit Dizzy Dean im Jahr 1934 wurde, der über 30 Spiele in einer Saison gewann. Bob Gibson von den St. Louis Cardinals gelang mit einem Earned Run Average von nur 1.12 ein ähnlich seltenes Kunststück.

Als Folge dieser Saison wurden im Dezember 1968 von dem zuständigen Komitee eine Verkleinerung der Strike Zone von den Knien bis zur Achselhöhe des Batters, statt wie zuvor von den Knien bis zu den Schultern, beschlossen. Außerdem wurde die Höhe des Pitcher's Mound von 15 auf 10 Zoll verringert.

Im Jahr 1973 wurde in der American League die Designated-Hitter-Regel eingeführt, die es ermöglichte, in der Offensive den Pitcher durch einen stärkeren Batter zu ersetzen.

Neue Stadien und künstliche Spielflächen

In den 60er und 70er Jahren wurden in einigen Städten Mehrzweckstadien gebaut, die als gemeinsame Heimat von MLB- und NFL-Teams dienten. Aufgrund der leichteren Pflege und geringerer Kosten wurde in vielen dieser Stadien erstmals Kunstrasen eingesetzt. Zudem waren sie meist ovalförmig, um sowohl Baseball als auch American Football zu beherbergen. Dies führte jedoch häufig dazu, dass die Felder über ein deutlich größeres Foul Territory als ältere Stadien verfügten. Dadurch konnten Foul Balls einfacher gefangen werden und Home Runs waren aufgrund der Größe der Felder nur schwer zu erzielen.

Die Teams begannen in dieser Zeit mehr am Pitching – insbesondere am Bullpen – und der Geschwindigkeit der Runner zu arbeiten. Durch die künstlichen Spielflächen flogen die Bälle nach dem Aufprall auf den Boden schneller und höher, wodurch es einfacher wurde, mit Ground Balls einen Base Hit zu erzielen. Von Starting Pitchern wurde in der Regel nicht mehr erwartet, ein Complete Game (9 geworfene Innings) zu pitchen; es genügte, sechs oder sieben Innings zu spielen und den Rest des Spiels einem Closer zu überlassen. Nachdem Willie Mays im Jahr 1965 52 Home Runs schlug, gelang dies nur einem weiteren Spieler (George Foster) bis in die 1990er Jahre.

Doping-Ära

In den 1990er und 2000er Jahren traten in der MLB, ebenso wie in anderen Profi-Sportligen, vermehrt Fälle von Doping auf. zu den prominentesten Fällen zählen Mark McGwire und José Canseco, die beide den Gebrauch von Steroiden zur Leistungssteigerung zugaben. Canseco veröffentlichte im Jahr 2005 das Buch Juiced, in welchem er zahlreiche frühere Teamgefährten ebenfalls des Dopings bezichtigte. Seit dem 10. Januar 2013 werden MLB-Spieler in regelmäßigen Stichproben auf illegale Substanzen wie Somatropin getestet.

Statcast-Ära (2015–heute)

Seit dem Jahr 2015 wird in allen MLB-Stadien die sogenannte Statcast-Technologie eingesetzt, die es ermöglicht, statistische Daten zu Spielerbewegungen, Ballgeschwindigkeit und anderen Spielfaktoren zu messen. Seitdem verfügt jedes MLB-Franchise über ein eigenes Analyse-Team, das die erhobenen Daten auswertet, um dadurch genauere Informationen über die Leistung der Spieler zu erhalten. Während früher traditionell Werte wie der Batting Average und die Anzahl der Hits oder RBI als Hauptfaktoren für die Bewertung eines Spielers herangezogen wurden, gewannen mit der Einführung von Statcast Daten wie die Geschwindigkeit des Balls beim Verlassen des Schlägers (Exit velocity) und der Flugwinkel eines geschlagenen Balles (Launch angle) an Bedeutung. Beim Pitching können Faktoren wie das Drehverhalten des Balles beim Wurf (Spin rate) und die wahrgenommene Geschwindigkeit (perceived velocity) gemessen werden. Den Rekord für den am schnellsten geschlagenen Ball, der von Statcast gemessen wurde, hält Giancarlo Stanton mit 123,9 mph (199,4 km/h). Zudem schlug er den weitesten Home Run mit einer Strecke von 154 Metern. Aaron Judge hält den Rekord für den schnellsten Home Run mit 194,9 km/h. Aroldis Chapman hält mit 105,1 mph (169,1 km/h) den Rekord für den schnellsten Pitch der Statcast-Ära. Dies sicherte ihm auch einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.